Ihre Zimmerpflanzen müssen nicht nur auf chemische Düngemittel aus dem Laden angewiesen sein. Täglich landet viel hochwertiger Dünger im Müll oder wird weggeschüttet. Selbstgemachte Naturdünger sind günstig, organisch und lassen Pflanzen prächtig gedeihen.
Hier sind 6 bewährte Tipps für selbstgemachte Düngung, die Ihre Pflanzen lieben werden!
Kaffeesatz (Logr) – Ein Energieschub für alle, die es gerne etwas säuerlicher mögen
Kaffeesatz ist reich an Stickstoff und enthält außerdem Kalium und Phosphor. Zusätzlich kann er den Boden leicht ansäuern.
Geeignet für: Monstera, Ficus, Anthurie, Farne oder Orchideen.
So geht’s: Lassen Sie die Erde zunächst vollständig abtrocknen (nasse Erde kann im Topf schimmeln). Arbeiten Sie den Kaffeesatz dann vorsichtig in die oberste Substratschicht ein. Ein Teelöffel pro Topf reicht einmal im Monat.
Bananenschalen – Kaliumbombe für Blumen
Bananenschalen gehören zu den reichhaltigsten natürlichen Kaliumquellen. Kalium stärkt die Pflanzenabwehr und fördert eine üppige Blüte.
Geeignet für: Blühende Zimmerpflanzen (z. B. Usambaraveilchen, Kletterpflanzen) und Zierpflanzen mit Blättern.
Zubereitung: Bananenschalen in Stücke schneiden, in ein Einmachglas geben, mit Wasser bedecken und 24–48 Stunden ziehen lassen. Den Sud abseihen und wie normales Gießwasser verwenden.
Eier- (oder Kartoffel-)wasser – Mineralcocktail
Beim Eierkochen wird Kalzium ins Wasser freigesetzt. Beim Kochen von Kartoffeln oder Nudeln reichert sich das Wasser mit Stärke an, die nützliche Mikroorganismen im Boden aktiviert.
Geeignet für: Alle Arten von Zimmerpflanzen.
Anwendung: Das Kochwasser nicht wegschütten. Vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und die Pflanzen damit gießen.
Achtung: Das Wasser darf nicht gesalzen sein!
Eierschalen – Eine langfristige Kalziumquelle
Wenn Sie Pflanzen zu Hause haben, die sauren Boden nicht vertragen und Kalzium benötigen, sind Eierschalen ideal. Sie neutralisieren den Säuregehalt und stärken die Zellstruktur der Pflanze.
Geeignet für: Sukkulenten, Kakteen, Palmen oder Drachenbäume.
Zubereitung: Spülen Sie die Eierschalen ab, lassen Sie sie trocknen und zermahlen Sie sie (idealerweise in einem Mixer oder Mörser) zu feinem Pulver. Mischen Sie dieses Pulver beim Umpflanzen unter das Substrat oder streuen Sie es auf die Erdoberfläche.
Hefe – Ein Wachstumselixier voller Vitamin B
Hefe wirkt als hervorragender Wachstumsstimulator. Sie enthält B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die die Wurzelbildung und das Wachstum von Blattgemüse fördern.
Für: Schwache, im Wachstum gehemmte oder frisch umgepflanzte Pflanzen, die einen Wachstumsschub benötigen.
Zubereitung: Lösen Sie 1 Würfel frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe) in 1 Liter warmem Wasser auf. Lassen Sie die Lösung etwa 2 Stunden einwirken. Verdünnen Sie sie anschließend im Verhältnis 1:5 mit sauberem Wasser und gießen Sie die Pflanzen. Verwenden Sie die Lösung maximal alle zwei Monate.
Holzasche – Kalium und Phosphor ohne Chemie
Wenn Sie einen Kamin besitzen oder mit Holz heizen, haben Sie Glück. Saubere Holzasche (nicht von Briketts oder lackiertem Holz) ist eine hervorragende Quelle für Phosphor und Kalium und wirkt zudem leicht desinfizierend gegen Schimmel.
Für wen ist sie geeignet? Pflanzen, die eher alkalischen Boden bevorzugen (z. B. Dickichtpflanzen, Zamiokulkas).
Anwendung: Geben Sie einfach eine Prise Asche (etwa einen halben Teelöffel pro mittelgroßem Topf) in die oberste Schicht Tonerde.
⚠️ Abschließende goldene Regel: Übertreiben Sie es auch nicht mit natürlichen Düngemitteln. Düngen Sie Zimmerpflanzen hauptsächlich während der Wachstumsphase (vom Frühling bis zum Herbst). Weniger ist manchmal mehr.
Welchen dieser Düngemittel werden Sie zuerst ausprobieren, oder haben Sie bereits Erfahrungen mit einem davon?