Wow, jetzt muss ich mal etwas chemische Realität in unsere Diskussion einbringen (aber im positiven Sinne!).
Ich muss dich korrigieren: Natron (NaHCO₃) selbst herzustellen ist praktisch unmöglich.
Natron (Natriumhydrogencarbonat) wird industriell im sogenannten Solvay-Verfahren hergestellt. Dafür benötigt man Ammoniak, Natriumchlorid (Salz) und Kohlendioxid bei genau definiertem Druck und Temperatur. Diese Bedingungen lassen sich zu Hause einfach nicht simulieren.
Was wird oft mit der „Herstellung“ von Natron verwechselt?
Manchmal findet man online Anleitungen, die eigentlich etwas anderes beschreiben:
Backpulver herstellen: Das ist eine Mischung aus Natron, Säure (z. B. Weinstein) und Stärke. Man stellt das Natron also nicht selbst her, sondern mischt es nur mit anderen Substanzen.
Waschsoda (Na₂CO₃) herstellen: Das geht ganz einfach zu Hause. Geben Sie normales Natron für etwa eine Stunde bei 200 °C in den Backofen. Durch die Hitze werden Wasser und CO₂ freigesetzt, wodurch das Natron zu einem stärkeren Waschsoda wird. Sprudelnde Badebomben herstellen: Auch hier mischen Sie einfach gekauftes Natron mit Zitronensäure.
Warum lohnt es sich nicht, es selbst herzustellen?
Reinheit: Gekauftes Natron ist lebensmittelecht und unbedenklich. Ein selbstgemachtes Chemieexperiment könnte Verunreinigungen enthalten, die Sie bestimmt nicht in Ihrem Kuchen oder auf Ihrer Haut haben möchten.
Preis: Natron ist eine der günstigsten Zutaten auf dem Markt. Haben Sie ein bestimmtes Rezept für eine Reinigungspaste oder selbstgemachtes Backpulver im Sinn, das Natron als Basis verwendet? Wenn ja, bringen Sie es mit, damit wir die Mengenverhältnisse überprüfen können!