Diese Äpfel wuchsen früher in jedem slowakischen Garten: Heute gibt es sie nicht mehr im Supermarkt!

Diese markante Schlagzeile bezieht sich auf alte und regionale Apfelsorten, die früher in slowakischen und tschechischen Gärten und Obstgärten weit verbreitet waren.

Dazu gehören beispielsweise Sorten wie Kožená reneta, Jadernička, Batul, Panenské české, Matčino oder traditionelle slowakische Regionalsorten wie Hontianska končiarka oder Solivarské ušělachtilé.

Der Hauptgrund, warum man sie nicht mehr im Supermarkt findet
Der Hauptgrund liegt in den Anforderungen der modernen Landwirtschaft und der Supermarktketten:

Geringe Widerstandsfähigkeit beim Transport: Alte Sorten haben oft eine dünnere Schale, sind leicht zu zerdrücken und verlieren bei längeren Transporten an Aussehen und Saftigkeit.

Uneinheitliches Aussehen und Größe: Supermärkte verlangen einheitliches Erscheinungsbild – jeder Apfel muss in Größe, Form und Farbe nahezu identisch sein.
Haltbarkeit in Kühlhäusern: Moderne Handelssorten (wie Gala, Golden Delicious oder Braeburn) sind so gezüchtet, dass sie monatelang in Kühlhäusern mit kontrollierter Atmosphäre haltbar sind, ohne an Festigkeit zu verlieren. Ältere Sorten hingegen sind oft anfällig für Mehltau oder benötigen spezielle Reifebedingungen.


Ernteschwierigkeiten und Erträge: Ältere Bäume haben meist hohe Stämme, was die maschinelle oder schnelle manuelle Ernte erschwert. Zudem liefern sie nicht die gleichen stabilen Jahreserträge wie moderne Intensivpflanzungen auf schwach wachsenden Unterlagen.
Wo findet man sie heute? Obwohl sie im regulären Einzelhandel kaum noch erhältlich sind, wächst das Interesse an ihnen wieder. Man findet sie heute auf lokalen Bauernmärkten, in Genpool-Obstgärten, auf Fachmessen für Obst und bei Liebhabern, die sich dem Erhalt traditioneller Obstsorten verschrieben haben.

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