Gib einen Löffel Olivenöl ins Nudelwasser: Omas Tipp

Omas Tipp ist zwar weit verbreitet, aber aus kulinarischer Sicht leider ein Mythos, der dem Essen eher schadet als hilft.

Hier ist der wissenschaftliche Grund, warum Olivenöl im Nudelwasser nichts bringt:

  • Öl schwimmt oben: Öl und Wasser mischen sich nicht. Das Olivenöl schwimmt als Schicht auf der Wasseroberfläche und kommt mit den Nudeln, die unten im Wasser kochen, gar nicht richtig in Berührung.
  • Die Soße haftet nicht mehr: Wenn man die Pasta abgießt, fließt das heiße Öl über die Nudeln und überzieht sie mit einem Fettfilm. Das Problem: Die Soße (ob Tomate, Pesto oder Carbonara) kann dadurch nicht mehr an der Nudel haften und rutscht einfach ab.

Woher kommt der Mythos?

Früher wurde Öl ins Wasser gegeben, um zu verhindern, dass das Wasser beim Kochen überschäumt oder die Nudeln zusammenkleben.

Was Omas Tipp wirklich ersetzen sollte:

  1. Reichlich Wasser nutzen: Mindestens 1 Liter Wasser pro 100 Gramm Pasta. Wenn die Nudeln genug Platz haben, verkleben sie nicht.
  2. Genügend Salz: Das Salz kommt erst ins Wasser, wenn es kocht (ca. 10 Gramm pro Liter). Es gibt der Nudel Geschmack.
  3. Regelmäßig umrühren: Vor allem in den ersten zwei Minuten nach dem Hineingeben gut umrühren – das verhindert das Verkleben garantiert.
  4. Nudeln nicht abschrecken: Nudeln nach dem Abgießen niemals mit kaltem Wasser abspülen, da sonst die wertvolle Stärke abgespült wird, die die Soße bindet.
  5. Olivenöl erst ganz zum Schluss: Wenn du den Geschmack von gutem Olivenöl liebst, gib einen Schuss davon erst nach dem Kochen direkt über das fertige Gericht.

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