Anthurien (Flamingoblumen) gehören tatsächlich zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, da sie extrem pflegeleicht sind und gleichzeitig als hervorragende natürliche Luftreiniger fungieren. Studie der NASA zufolge filtern sie Stoffe wie Formaldehyd, Ammoniak, Xylol und Toluol aus der Raumluft.
Die einfachste Methode zur Kultivierung ist die Haltung in Hydrokultur (Wasser) oder in Sukkulenten-/Orchideenerde:
1. Kultivierung in Wasser (Hydrokultur) – Die pflegeleichteste Variante
Anthurien gedeihen hervorragend komplett ohne Erde. Das verhindert Wurzelfäule durch Verdichtung und hält Trauermücken fern.
- So geht’s: Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen, die Erde vollständig von den Wurzeln unter lauwarmem Wasser abspülen.
- Gefäß: In eine Glasvase setzen und die Wurzeln so mit Wasser bedecken, dass der Pflanzenstamm selbst nicht im Wasser steht.
- Pflege: Verwenden Sie am besten kalkarmes Wasser (z. B. Regenwasser oder gefiltertes Wasser). Das Wasser alle 2–3 Wochen wechseln und gelegentlich einen Tropfen flüssigen Hydrokultur-Dünger hinzugeben.
2. Kultivierung in Erde – Die klassischen Regeln
Falls Sie herkömmliche Erde bevorzugen, ist das richtige Substrat der Schlüssel:
- Substrat: Keine schwere Blumenerde nutzen. Mischen Sie Zimmerpflanzenerde mit Orchideensubstrat (Pinienrinde) und Perlit im Verhältnis 1:1. Das sorgt für die nötige Luft an den Wurzeln.
- Gießen: Erst gießen, wenn die oberste Erdschicht (ca. 2–3 cm) angetrocknet ist. Staunässe unbedingt vermeiden (Topf mit Ablaufloch nutzen).
- Licht: Heller, indirekter Standort ohne pralle Mittagssonne.
- Luftfeuchtigkeit: Regelmäßiges Einsprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser fördert das Wachstum und verhindert braune Blattspitzen.